Guido Schröder - Systemischer Coach und Berater

 

 Der BLOG des Wandels

"Es ist nicht die stärkste Spezie die überlebt, auch nicht die intelligenteste, es ist diejenige, die sich am ehesten dem Wandel anpassen kann."

(Charles Darwin)

Auf diesen Seiten beabsichtige ich in loser Folge Wissenswertes rund um das Thema Change und New Work als auch Fallbeispiele zu veröffentlichen. Vielleicht finden Sie so auch bereits die Inspiration und den Mut für den eigenen Veränderungsprozess oder den Ihrer Organisation.

Über Anregungen und Hinweise zu meinem BLOG des Wandels würde ich mich sehr freuen!


21. Februar 2020, 16:14

Superhäuptlinge – Fehlerhafte Selbsteinschätzung von Führungskräften

https://www.sueddeutsche.de/karriere/management-superhaeuptlinge-1.4790653 https://www.sueddeutsche.de/karriere/chef-gehalt-fuehrungskraefte-1.4790632
Meine Freundin Lore Marfinn, ihres Zeichens Journalistin, versorgt mich regelmäßig mit Zeitungsartikeln zu Themen aus dem Bereich Führung und Arbeitswelt. Diesesmal war wieder ein hervorhebenswerter Artikel in der SZ dabei:

https://www.sueddeutsche.de/​karriere/management-superhaeuptlinge-1.4790653

In diesem Artikel wird deutlich, dass sich das Erleben und die Selbstwahrnehmung von Führungskräften deutlich von dem Bild unterscheidet, das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ihren Führungskräften haben. Ursächlich dürfte dabei die Selbstüberschätzung der Führungskräfte sein, die sich selbst lieber in einem positiven Licht sehen. Das ist psychologisch nachvollziehbar aber für die Arbeit in Organisationen alles andere als vorteilhaft.

Von daher ist es für Führungskräfte elementar, sich einem regelmäßigen Selbstreflektionsprozess zu unterziehen. Das geht von einem Austausch mit Kollegen und Freunden bis hin zu einer externen Begleitung. Letzteres ist sicherlich für eine objektive Verortung erstmal am hilfreichsten.

In diesem Kontext darf ich auch auf meinen Blog-Beitrag zu Shackelton weiter unten verweisen. Shackelton hatte Prozesse und Strukturen in seinem Team institutionalisiert, die ihm stets ein realistisches Bild über die Lage im Team und zu seiner Person lieferte. Allein dadurch, dass er sich immer um die unzufriedensten und schwierigsten Personen im Team kümmerte, baute er der Selbstüberschätzung vor.

Es gibt auch noch andere Ansätze. Einen anderen Ansatz liefert die SZ im Kommentar zu dem o.g. Artikel gleich mit, den ich Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten will:

https://www.sueddeutsche.de/​karriere/chef-gehalt-fuehrungskraefte-1.4790632

Wichtig ist, dass man das Thema „Selbstreflektion“ als Führungskraft für sich erkennt und dadurch die Kopplung zu den Personen im Team wahrt. Warum man das tun sollte? Damit man als Führungskraft nicht scheitert.

Redakteur

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09. August 2018, 08:57

Methoden im Coaching: Zukunftskeime

Die Zukunft geschieht nicht, sie wird gemacht.
Der Keim ist - allgemein gesagt - ein (Lebe)Wesen in der frühen Form der Entwicklung.

Zum Abschluss meiner Ausbildung im Bereich Arbeit und Beratung musste ich u.a. eine praktische Prüfung in Form eines „Meisterstücks“ ablegen. Ich entschied mich für die Übung „Zukunftskeime“, die ich zu einer bestimmten Fragestellung moderierte. Diese Übung ist auch in anderen Coachings einsetzbar, insbesondere dann, wenn kreative Zukunftsthemen oder zukünftige Herausforderungen betrachtet werden sollen, also um die frühe Form der Entwicklung zur Gestaltung der eigenen Zukunft nutzbar zu machen.

Umsetzung:
In Kleingruppen

Material:
Diverse aktuelle Zeitungen und Zeitschriften vom Zeitungskiosk. Für jeden Teilnehmer sollte mindestens eine Zeitung/ Zeitschrift zur Verfügung stehen.

Aufgabe:
Treffen Sie bitte aus aktuellen Meldungen und Berichten eine Auswahl von Themen oder Trends, die (fortgeschrieben oder zugespitzt) für Ihre Organisation zukünftige Herausforderungen darstellen könnten. Diskutieren Sie diese Themen im Anschluss mit Blick auf die möglichen Auswirkungen auf Ihre Organisation. Einigen Sie sich am Ende auf zwei Herausforderungen, die Sie im Plenum näher vorstellen möchten.

Hilfestellung:
Gliedern Sie die Herausforderungen in drei Gruppen:
  • A) Diese Herausforderung sollte als erste angegangen werden (Begründung).
  • B) Die Herausforderung kann mit den existierenden Ressourcen am besten bewältigt werden.
  • C) Die Herausforderung schafft bei Bewältigung den größten Unterschied zur heutigen Situation.

Zeit:
  • Kleingruppenarbeit: 60 – 120 Minuten
  • Präsentation: Ca. 15-30 Minuten je Kleingruppe

Redakteur

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09. August 2018, 08:56

Wie wir Probleme richtig lösen, Teil 2

Im 1. Teil dieses Blogbeitrages hat uns Albert Einstein eine Erkenntnis mit auf den Weg gegeben, die es nunmehr praktisch umzusetzen gilt. Doch wie geht man dabei am besten vor?

Bei der Problemerforschung sollte man grundsätzlich davon ausgehen, dass ein Problem nicht nur eine Ursache hat. In aller Regel kommen mehrere Faktoren zusammen, die das Problem hervorgerufen haben. In Folge dessen wird man bei der Problembewältigung auch nicht nur eine Maßnahme, sondern ein Maßnahmenbündel ins Auge fassen müssen.

Als Einstieg für die Analyse der Probleme wären folgende Fragestellungen denkbar:

• So würde ich das Problem beschreiben:
• So würde jemand anders das Problem beschreiben (Perspektivwechsel):
• Worum es daneben noch gehen könnte:
• Und wenn ich noch intensiver nachdenke, worum es zusätzlich gehen könnte:
• Wer und was alles an dem Problem beteiligt ist:
• Wer und was sonst noch Einfluss haben könnte:
• Was bisher versucht wurde, um das Problem zu lösen und welchen Erfolg das hatte:

In einem weiteren Schritt sollten die Maßnahmen abgeleitet, bewertet, konkret beschrieben und mit einer Bewertung der Vor- und Nachteile versehen werden. Wie bei Medikamenten können Neben- und Wechselwirkungen auftreten, über die wir im Vorfeld Klarheit herstellen sollten, da diese den Lösungsprozess beeinflussen können.

Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass wir besser wissen was falsch ist, als was richtig ist. Wir können besser beschreiben was falsch ist und nicht funktioniert als umgekehrt, also was richtig ist und funktioniert. Denn das was wir heute wissen und was heute funktioniert kann sich morgen als falsch bzw. als „kaputt“ erweisen. Wäre es anders, hätten wir keine Probleme. Mit anderen Worten: Etwas, von dem wir heute wissen, dass es falsch ist, kann sich morgen nicht (jedenfalls nicht ohne weiteres) als richtig erweisen. Daher sollten wir auf der Basis der „gesicherten Falschannahmen“ den Lösungsweg beschreiten bzw. das Maßnahmenbündel entwickeln.

Redakteur

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09. August 2018, 08:55

Wie wir Probleme richtig lösen, Teil 1

In unser Arbeits- und Lebenswelt treten Probleme regelmäßig auf und wir verbrauchen mitunter viel Energie, um diese Probleme zu bewältigen. Häufigster Grund für den „erhöhten Energieverbrauch“ ist u.a., dass der von uns gewählte Lösungsansatz keinen oder nicht den erwünschten Erfolg bringt.

Ich plädiere bei der Problemlösung dafür, dass wir die Herangehensweise modifizieren. Wenn wir ein Problem erkennen, haben wir häufig schon eine oder mehrere Lösungsideen. In der Arbeitswelt versuchen wir dann andere von unserer Idee zu überzeugen oder sind mit vielen Lösungsideen von Kollegen konfrontiert.

Mein Vorschlag ist, dass wir weg von der Lösungsfindung oder der Findung der besten Lösung kommen und uns stattdessen mehr mit der Problemerforschung auseinandersetzen.

„Das Problem zu erkennen, ist wichtiger als die Lösung zu erkennen,
denn die genaue Darstellung des Problems führt zur Lösung“
(Albert Einstein)

Wie wir mit der Erkenntnis von Albert Einstein praktisch weiter vorgehen, lesen Sie (demnächst) im 2. Teil dieses Blogs.

Redakteur

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09. August 2018, 08:45

Agile Organisationen

Eine Organisation, die sich immer schneller in verändernden Welten behaupten will, muss selbst schneller, wendiger, dynamischer also agiler werden. Doch was ist „agil“ eigentlich? Laut Duden heißt „agil“: von großer Beweglichkeit zeugend; regsam und wendig.

Wenn man sich mit der einschlägigen Literatur beschäftigt, gibt es unterschiedliche Definitionen in der Organisationstheorie. Allen gemein ist, dass sie auf flache Hierarchien abstellen und auf die Selbststeuerung von Teams bauen. Häufig sind auch teils rigide Prozesse in Organisationen erkennbar. Da der Ansatz der agilen Organisationen seinen Ursprung in der IT hat, wird auch heute noch viel mehr in Lösungen und in weniger vom Produkt hergedacht.

In den Gedanken der agilen Organisation sind viele Aspekte erkennbar, die man aus lange bekannten Organisationsansätzen kennt. Die agile Organisation setzt diese Konzepte nur konsequenter um.

Mein Fazit:

Nach einer intensiven Beschäftigung mit dem Thema komme ich zu dem Ergebnis, dass die Ideen der agilen Organisation viel Bekanntes enthalten. Es gilt das Bewährte und das, was die jeweiligen Organisationen benötigen, zusammenzuführen. Dies gilt insbesondere für die Managementmethoden. Auf Grund der sich stetig verändernden Umwelt sind ständig neue Lösungen anzubieten. Von daher halte ich es für wichtig, dass die Organisationen thematisch agil werden.

Redakteur

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09. August 2018, 08:38

Das Puzzle des Lebens


https://www.youtube.com/​watch?v=X4-DZILLnxA

Martin von Barabü stellt in diesem kurzweiligen Video die vielen Puzzlestücke des Lebens in einen bildlichen Kontext. Er zeigt spielerisch auf, wie die Integration von Problemen im Leben gelingen kann. Zugleich trifft er die Aussage, wer Probleme integrieren kann, kann auch das Schöne im Leben aufnehmen. Meist sehen wir es anders rum: Wer viel Schönes erlebt, kann auch Probleme wegstecken.

Nur am Rande: Den Rahmen setzen wir. Das heißt, dass wir den Rahmen dessen, was uns begrenzt auch verändern können. Wir bestimmen. Als Coach kann man bei der Justierung der Puzzlestück und des Rahmens gut unterstützen.

Genießen Sie das Filmchen. 

Redakteur

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09. August 2018, 08:35

Der Weg aus der Zeitfalle

Die ganze Welt beschleunigt sich, alles ist dringend. Wo alles dringend ist, ist nichts mehr dringend, und damit schlittern wir in eine Bedeutungslosigkeit hinein.
(Joseph Weizenbaum)


Eigentlich hat man im Berufsleben „keine Zeit“. Ständig liegt etwas an und manchmal merken wir, dass es so nicht weiter gehen kann. Doch wie kommt man aus dieser Zeitfalle? Leider erstmal nur dadurch, dass man etwas Zeit investiert. Nur wer investiert bekommt auch etwas heraus – oder kann man etwas im Lotto gewinnen, wenn man nicht in einen Lottoschein investiert? ;)

Wie sieht aber die Investition aus? Eigentlich ist es recht einfach. Zunächst sollte zwischen wichtig/ nicht wichtig und dringend/ nicht dringend unterschieden werden. Beispiele:

  • Wichtig und dringend sind Krisen, dringliche Probleme, Projekte mit anstehendem Abgabetermin.

  • Wichtig aber nicht dringend sind die Tätigkeiten, die dazu führen, dass es nicht zu Krisen oder dringlichen Problemen kommt. Das kann Kontaktpflege, Planung und Reflexion bedeuten, um neue Möglichkeiten zu erkennen.

  • Nicht wichtig aber dringend sind bestimmte Konferenzen, Unterbrechungen, Telefonate, einige Berichte usw.

  • Nicht wichtig und nicht dringend sind z. B. Trivialangelegenheiten, Zeitverschwender, mache Post oder aber auch angenehme Tätigkeiten.

Personen, die sich über zu wenig Zeit beklagen sind häufig in den Kategorien tätig, die das Wort „dringend“ enthalten. Bei Krisen ist dies mehr als nur verständlich.

Wirklich erfolgreiche Menschen investieren in die zweitgenannte Kategorie. Sie sind damit beschäftigt, keine Krisen oder dringlichen Probleme entstehen zu lassen. Es ist eine Illusion anzunehmen, dass dies immer gelingt. Aber: Wenn z. B. der Markt im Produkt 1 eines Unternehmens wegbricht, schaltet man auf Krisenmodus und versucht seine Position zu erhalten. Das fordert Kraft und Energie. Diese Kraft und Energie fehlt dann aber, um Produkt 2 innovativ und marktfähig zu halten. Von daher zeichnet sich hier die nächste Krise ab, weil es dort zu einem Markteinbruch kommen wird. Es Bedarf vermutlich gar nicht des Hinweises, dass man die Zeiten für die beiden letztgenannten Kategorien sehr gering halten sollte.

Das Beispiel ist zugegebener Maßen trivial aber der Kürze dieses Blogs geschuldet. Die Komplexität für die Planung, Reflektion und dergleichen ist sicherlich nicht zu unterschätzen. Daneben muss man auch erstmal aus dem Krisenmodus herauskommen. Das ist aber machbar und lohnt sich.




Diese Ausführungen basieren auf „Die 7 Wege zur Effektivität“ von Stephen R. Covey.

Redakteur

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