GS Change - Coaching und Beratung

 

 Der BLOG des Wandels

"Es ist nicht die stärkste Spezie die überlebt, auch nicht die intelligenteste, es ist diejenige, die sich am ehesten dem Wandel anpassen kann."

(Charles Darwin)

Auf diesen Seiten beabsichtige ich in loser Folge Wissenswertes rund um das Thema Change und New Work als auch Fallbeispiele zu veröffentlichen. Vielleicht finden Sie so auch bereits die Inspiration und den Mut für den eigenen Veränderungsprozess oder den Ihrer Organisation.

Über Anregungen und Hinweise zu meinem BLOG des Wandels würde ich mich sehr freuen!


22. März 2022, 12:00

Freedom Day – Ein Innehalten für Unternehmen

Der Freedom Day sollte das „Ende aller Corona-Maßnahmen“ nach 2 Jahren der Einschränkungen einleiten. Dabei sind die Inzidenzen so hoch wie nie.

Vielleicht ist dieser Tag aber geeignet, damit Unternehmen und Organisationen innehalten und die letzten 2 Jahre reflektieren, um für die Zukunft vorbereitet zu sein. Es hat sich viel verändert in den 2 Jahren und das „alte normal“ wird durch ein „neues normal“ ersetzt. Dies ist bereits schleichend passiert. Homeoffice und online Meetings werden bleiben und auch von den Beschäftigten eingefordert.

Daher sollten Unternehmen sich vergegenwärtigen, wo sie stehen. Was ist relevant? Was wollen wir bewahren? Was wollen wir vorsichtig weiterentwickeln? Was wollen wir mit viel Energie angehen?

In diesem Kontext empfehle ich, sich mit folgenden Themenfelder näher zu beschäftigen:

  • Zusammenarbeit intern/ extern, insbesondere bei überraschenden Situationen und Verbindung der verschiedenen Perspektiven.
  • Führung mit Blick auf Sinnstiftung und Orientierung.
  • Selbstorganisation i.S.v. Entscheidungsprozessen oder Rollendefinitionen.
  • Kommunikation in Bezug auf Meinungs-/ Informationsfreiheit und einer gemeinschaftlich getragenen Entscheidung.
  • Individualität für die Menschen in den Unternehmen/ Organisationen gewährleisten, damit diese ihre Lebensrealität integrieren und ausbalancieren können und auch partizipieren.
  • Verbindungen zwischen der digitalen und physischen Arbeitsumgebungen schaffen und die Potentiale nutzbar und sichtbar machen.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


10. Februar 2022, 13:00

Bullshit Jobs: Unproduktive oder unnötige Jobs

Ein Bullshit-Job ist eine Beschäftigungsform, die so völlig sinnlos, unnötig oder schädlich
ist, dass sogar die Beschäftigten ihre Existenz nicht rechtfertigen können. Das sagt zumindest der US-amerikanische Anthropologe David Graeber.

Im Tenor geht es in seinem Buch „Bullshit Jobs“ um eben diese Jobs, die zahlreich vorhanden sind. Laut Graeber sind etwa die Hälfte aller Jobs die besagten Bullshit Jobs. Sie könnten ersatzlos gestrichen werden, ohne dass die Zivilisation zusammenbräche.

Da sind die Softwaremanager*innen, die den ganzen Tag Fehler ausbügeln, die es gar nicht gäbe, wenn man sie stattdessen dafür bezahlte, richtige Software zu programmieren. Da sind die vielen Mittelmanager, die nichts weiter tun, als für ihre Obermanager Untermanager beaufsichtigen.

In der heutigen Zeit sind Purpose Driven oder sinnstiftenden Organisationen und Unternehmen das moderne Zielbild, was viele Firmen durch ein „wir machen Homeoffice“ als erreicht betrachten. Durch das Buch wird aber nochmal deutlich, wo Organisationen und Unternehmen durch Antrags- und Formularwesen, Statistiken, Taskforces und Meetings das geschäftige Nichtstun fördern. Man muss in diesen Organisationen beschäftigt tun, ohne es zu sein, und das ist hochanstrengend und kräftezehrend. „Bullshit Jobs verursachen regelmäßig Gefühle der Hoffnungslosigkeit, der Depression und der Selbstverachtung“, schreibt Graebert in seinem Buch.

Aus meiner Sicht wären daher diese Bullshit Jobs in den Organisationen und Unternehmen zu identifizieren und in eine sinnstiftende Aufgabe zu transformieren.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


29. Oktober 2021, 13:00

Homeoffice: Spannende Gedanken zu Mythen

Eine gute Freundin – Danke Lore – hat mich auf einen Kommentar in der Süddeutschen Zeitung (Nr. 249 vom 27.10.2021), verfasst von Bernd Kramer, aufmerksam gemacht.

Herr Kramer hebt, meiner Meinung nach zu Recht, hervor, dass man die Mängel des Homeoffice aufzählt, um damit den „Segen des Büros“ zu beschwören. Beispielsweise nennt er die Klassiker gegen das Homeoffice, wie z. B. es geht im Homeoffice der Teamspirit verloren, Mitarbeitenden verlieren den Anschluss, die Kreativität leidet.

Zum einen weist er darauf hin, dass sich diese Probleme auch nicht im Büro auflösen. Auch dort gibt es diese Situationen. Zum anderen stellt er da, dass das kein Problem des Homeoffice, sondern des falschen Homeoffice ist. Homeoffice bedeute eine Veränderung von Kommunikation und Routinen. Ebenfalls ist es – und das kennen wir alle – nur ein Mythos, dass in Konferenzräumen in physischer Präsenz die besten Ideen entstehen und die höchste Produktivität besteht.

Daneben weiß man heutzutage auch, dass das „Deep Working“, wie das konzentrierte Arbeiten auf neudeutsch heißt, im Homeoffice durchaus mehr Kreativität bringt als ein Brainstorming im Team. Es sei eine Illusion, so der Autor, dass Menschen sich zugehörig fühlen, nur weil sie im selben Gebäude sitzen. Gleiches gilt für die Illusion für mehr Fleiß im Büro udgl.

Hier dann noch das Schlusswort, vollständig zitiert:

„Mit dem Home-Office ist es wie mit so vielem in dieser Pandemie: Es ist wie ein Kontrastmittel, das sichtbar macht, was ohnehin schon im Argen liegt. Wo Kollegen einander misstrauen, verstummt das Wort in Heimarbeit ganz. Wo Vorgesetzte der Devise folgen, nicht zu tadeln sei bereits genug des Lobs, erstirbt die Motivation auf der Distanz erst recht.“

Mit andern Worten: Ist die Arbeitskultur ohnehin schon problembehaftet gewesen, wird die im Homeoffice auch nicht besser und auch nicht, wenn wieder alle im Büro sind.

Vielen Dank an Herrn Kramer für diesen guten Kommentar.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


04. Juni 2021, 14:12

Homeoffice und Präsenzarbeitsplatz – ein Konflikt?

Durch die abfallenden Inzidenzwerte stellt sich für viele Organisationen die Frage, ob und inwieweit das Homeoffice fortgeführt werden soll. Meiner Meinung nach ist das Homeoffice gekommen, um zu bleiben. Es spricht mehr dafür als dagegen. Gleichwohl werden Präsenzzeiten in der Organisation erforderlich sein, da man nicht alles digital auffangen kann und sollte.

In dem Kontext wird sich dann aber die Frage stellen, ob jeder Mitarbeiter einen festen Arbeitsplatz oder Schreibtisch haben muss. Bei vielen Firmen, die sich mit New Work rühmen, ist der feste Arbeitsplatz bereits nicht mehr gang und gebe.

Bei Organisationen im Wandel kann dies aber ein Thema sein, da ein eigenes Büro oder Schreibtisch auch Statussymbole und anerkannte Besitztümer sind. Insofern kann sich hier ein Konflikt anbahnen, den es frühzeitig zu diskutieren gilt. Daneben kann dieser Dialog produktiv genutzt werden, um zu neuen Formen der Zusammenarbeit zu finden. Insofern wäre es hilfreich, wenn sich alle Beteiligten frühzeitig und mit der gebotenen Sachlichkeit der Thematik nähern und auch die alternativen Chancen erörtern.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


19. April 2021, 13:09

Das INQA Homeoffice ABC

Von A wie Agile Arbeitsformen bis Z wie Zukunftsfähige Unternehmenskultur: Das Homeoffice ABC der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) bietet Fachwissen für Führungskräfte und Beschäftigte rund um die wichtigsten Begriffe mobiler Arbeit.

Zu finden ist das Homeoffice ABC auf der Webseite https://www.inqa.de/DE/​magazin/neuigkeiten/​homeoffice-abc.html

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


16. Februar 2021, 12:59

Was Mitarbeiter wirklich wollen

Die Corona-Phase hat viel in der Arbeitswelt geändert. In den vorherigen Blogbeiträgen habe ich schon deutlich gemacht, dass die Heimarbeit (oder Remotework) gekommen ist, um zu bleiben. Die Arbeit der Führungskräfte verändert sich vom Befehls- und Taktgeber zu einem Unterstützer (Supporter). Dabei ist das, was wir Achtsamkeit nennen, ein zentraler Anforderungspunkt an eine Führungskraft.

Wenn ich mich jetzt vermehrt umhöre oder lese wird auch erkennbar, dass sich bei den jungen Menschen viel verändert. Der „sichere Arbeitsplatz“ gewinnt wieder eine völlig neue Bedeutung für die jungen Menschen. (Zumindest stehen die jungen Menschen im Vordergrund – vielleicht ist es aber auch ein genereller Trend?)

Anhand dessen was ich lese, erkenne ich, dass die (jungen?) Menschen aber nicht nur den sicheren Arbeitsplatz bevorzugen, sondern auch nach Sinn (Purpose) und Spaß in der Arbeit suchen. Eine Zeitlang war es verpönt zu sagen, „Arbeit muss Spaß machen“. Das ginge nicht zusammen. Gleichwohl ist dies mittlerweile eine Anforderung geworden - neben dem Sinn. Die von Frithjof Bergmann in den 1980er Jahren gestellte Frage an Arbeiter „What do you really, really want?“ gewinnt eine völlig neue Bedeutung. Sie ist die neue Leitfrage, die man sich bei der Personalgewinnung und -bindung stellen muss. Denn eines ist auch erkennbar: Der Wunsch nach mehr Freizeit. Auch diesem Wunsch wird man Rechnung tragen müssen.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


21. Januar 2021, 18:00

Interview mit einem erfolgreichen Unternehmenslenker

Anbei ein weiteres Video aus dem Bereich „Neue Arbeit“ (NEW WORK). Es handelt sich um ein kurzes Videointerview mit Jean-Francois Zobrist. Dieser führte den Führungsstil der befreiten Unternehmung in der der Firma Favi ein und erzielte Jahr für Jahr sensationelle Erfolge.

https://youtu.be/0bxg7TojIps

Was ich besonders hervorhebenswert finde:

  • Die Abschaffung von Kontrollen, dafür Stärkung der Selbstverantwortung.
  • Den Menschen erklären WARUM sie arbeiten und nicht WIE sie zu arbeiten haben.
  • Die Arbeiter treffen alle Entscheidungen inkl. dem Urlaub.
  • Abschaffung des Berichtswesens.
  • Der Chef ist ein Träumer und Philosoph. Er flaniert durch den Betrieb während die Arbeiter auch an ihrer Selbstverwirklichung arbeiten.
  • Lokalität ist wichtiger als sich dem Geld unterzuordnen.
  • Politiker hinken der Zivilgesellschaft 20 Jahre hinterher.

Viel Vergnügen mit den weisen Worten von Herrn Zobrist.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


30. November 2020, 17:01

Begriffspaare aus „Old Work“ und „New Work“

Die bisherige Arbeitswelt („Old Work“) ist durch Begriffe gekennzeichnet, die man in der Neuen Arbeit („New Work“) gegen andere ersetzt hat. Das großartige daran ist, dass die Begrifflichkeiten der Neuen Arbeit aber auch gelebt werden. Hier eine kleine, nicht abschließende Gegenüberstellung:

Old Work New Work
Karriere Sinn
Präsenzpflicht Remote Work
Feste Strukturen Agiles Arbeiten
Austauschbarkeit Persönliche Passung
Festanstellung Freelancing
Fixe Arbeitszeiten Flexible Arbeitszeiten
Hierarchie Führung auf Augenhöhe
Berufe Skills (Fähigkeiten)
Ausbildung Re-Qualifizierung

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


07. Oktober 2020, 12:01

Was ist eigentlich “Neue Arbeit” (New Work)?

Frithjof H. Bergmann (* 24. Dezember 1930 in Sachsen) ist ein österreichisch-US-amerikanischer Philosoph und Begründer der „New Work“-Bewegung. In einem Interview von 2017 hat er seine Gedanken kurz zusammengefasst:

https://www.youtube.com/​watch?v=mW5mUosKaIk

Daneben habe ich noch ein Video gefunden, was Neue Arbeit für ein Mindset benötigt:

https://www.youtube.com/​watch?v=r1r17-3G7Ho

Etwas ausführlicher werden 10 Thesen in diesem Video dargestellt:

https://www.youtube.com/​watch?v=WOhsJ9aUleg

Ich wünsche viel Vergnügen mit den Videos!

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


29. Juli 2020, 13:01

Scheitern nach Plan

Die Corona-Krise hat vielen Unternehmen schwere Probleme bereitet. Vielfach haben diese Probleme aber schon lange vorher begonnen:

  • Die Automobilindustrie war darauf aus, immer effizienter Autos zu bauen – mit veralteter Antriebstechnologie.

  • Den Flugzeugbauer gelang auch vor der Krise kein technologischer Wandel, um Antworten auf die Flugscham zu generieren. Auch diese waren auf günstige Maschinen und hohe Verkaufszahlen aus.

  • Die Bekleidungsindustrie mit ihrem Fast-Fashion-Ansatz zielte auch nur auf Absatz und günstige Produktion.

Zugrunde liegt dem allen ein bestimmtes Weltbild, das in der Regel in einem Businessplan umgesetzt ist. Daneben bringt die Corona-Krise aber auch andere Businesspläne bzw. Weltbilder ins Wanken. Man kann auch fragen, ist es eine sinnvolle Tätigkeit, Menschen mit einem hohen Einsatz von Geld zu animieren Produkte zu kaufen, die sie gar nicht brauchen und evtl. sogar ungesund sind? Oder handelt es sich dabei nicht eher um „Bullshit-Jobs“?

Wie dem auch sei: Businesspläne sind Abbildungen von Konstrukten, die sich deren Schreiber hingegeben hat. Sie sind kein Modell der Wirklichkeit. Auch im Non-Profit- oder gemeinnützigen Bereich ist es durchaus üblich mit bestimmten Zielvorstellungen zu arbeiten. Ziele (oder der Businessplan) verengen die Sichtweise stark. Sie lenken davon ab, was wirklich wichtig ist. Die Ziele (oder Businesspläne) enthalten keine Wandlungsvisionen. Leitfragen könnten hier u.a. sein:

  • Wie verändert sich meine Umwelt oder die Gesellschaft, in der ich meine Dienste anbiete?

  • Wie muss ich mich als Teammitglied oder Führungskraft verändern, um Wandel zu erkennen und mitzugestalten?

Ich denke, dass Organisationen (egal ob sie kommerziell oder nicht-gewinnorientiert sind) Wandlungsvisionen – also eine Vision über den stetigen Change - benötigen. Dieses wird man nicht in Zielen oder Businessplänen abbilden können. Letztlich sichert langfristig aber nur die Wandlungsfähigkeit das Überleben der Organisation. Der Businessplan sichert ein Scheitern.

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren

Seite 1 von 2